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Katharinenkirche Von Muhu

Die zu einer der aufallendsten frühgotischen Bauten zählende Muhu Kirche gehört zur Gruppe der Saare-West Kirchen. Die Kirchen von Pöide, Karja und Muhu hat man in der Architekturgeschichte als eine Gruppe der gemeinsamen Stilentwicklung betrachtet, die die Blütezeit der Gotik in der Baukunst von Saaremaa vertritt. Zum ersten Mal wird die Kirche in Chroniken von Hermann von Wartberge im Jahre 1267 erwähnt. Als Schutzheilige der Kirche gilt die Heilige Katharina aus Alexandrien.

In der Aussenarchitektur der Muhu Kirche ist die Stilstrenge massgebend. Man hat das Gebäude als eine der architektonisch vollständigsten und schönsten Landkirchen des Mittelalters erhalten. Die hohen Außenmauern des Baukörpers und das Dach schaffen ein Gebäude mit schlanken Proportionen. An das für die Gemeinde bestimmte einschiffige und zweiwölbige Langhaus schließt sich im Osten ein wesentlich schmalerer und niedrigerer Chorraum an und an diesen wiederum ein kleiner, gegenüber dem Chorraum niedrigerer Chorabschluß mit rechteckigem Grundriß

Die drei Stufen des Gebäudes haben einen wunderschönen architektonischen Rhytmus in die Baumassen gebracht. Im Exterieur sind das kleine Hausteinportal des südlichen Vorhauses sowie das rein gotische Westportal der Aufmerksamkeit wert. Die Tür des Zuletztgenannten aus dem Jahre 1617 ist teils bewahrt geblieben. Bei den stilreichen Hausteinrahmenwerken der Kirchenfenster lässt sich ein enger Zusammenhang mit der Kathedralgotik Westeuropas erkennen. Die im Jahre 1980 gefertige Vitrage wurde von Eva Jänes gestaltet.

Heute entspricht das Aussehen der Kirche annähernd dem der Urkirche. Im Jahre 1663 wurde erstmalig auf das Dach ein Gipfelturm gesetzt. Der Turm und das Dach wurden im Jahre 1941 durch Kriegseinwirkungen zerstört. Während der Renovierungsarbeiten im Jahre 1993 wurde die Kirchenglocke auf den an der Weststand gebauten Glockenbalkon platziert. Zwei hohe, kuppelartige und mit Wulstrippen verzierte Domikalgewölbe sowie das Kreuzgewölbe im Chorraum geben dem Interieur im einschiffigen Langhaus der Muhu-Kirche ein besonderes Gepräge.

In dem sauber verarbeiteten Steindekor fehlen fast völlig die Figuren und Pflanzornamente, die für die ungefähr gleichzeitig erbauten Kirchen in Karja und Pöide charakteristisch sind. Den interessantesten Teil des Kircheninterieurs bilden die hauptsächlich im Chorraum bewahrtgebliebenen Fragmente der Wandmalerei, die ins Ende des 13. Jahrhunderts datiert werden. Din in den der Reformation folgenden Zeiten mit Putzschichten überzogenen Malereien wurden erst im Jahre 1913 von Johann Leopold Gahlnbäcke entdeckt. Die älteste, in der Freskotechnik ausgeführte Malerei ist das sich an der Westwand befindene Rundfenster, das möglicherweise nach der Fertigstellung der Kirche angebracht wurde. Das Hauptthema der anderen in der Seccotechnik ausgeführten Malerein sind mit dem Leben Jesu Christi verbunden. An den Wänden des Chorraumes sind 12 Propheten, 12 Apostel und die Engel dargestellt. Heutzutage sind nur die Fragmente von Abbildungen der Apostel und Engel bewahrt geblieben. An der Nordwand des Chorraums findet man die Abbildungen von Petrus un Johannes des Täufers.

Die Vorbilder der Malereien der Muhu Kirche suchte man auf Gotland, wo damals von der Glasmalerei herstammende starke Umrisse und byzantinische Einflüsse charakteristisch waren.

Vom gegenständlicen Interieur der Kirche stammt aus der Bauzeit der aus Dolomit gefertige Altartisch. Aus dem Mittelalter stammt auch der sich unter dem Balkon befindene große steinerne Fuß des Taufbeckens. Die Kanzel im Renaissancestil ist eine der ältesten auf Saaremaa und wurde vom Meister Balthasar Raschky im Jahre 1627 gefertig. Der klassizistische Altar wurde von Nommen Lorentzen im Jahre 1827 fertiggestellt. Die Altarmalerei stammt von dem früheren Altar und ist im Jahre 1788 gefertigt worden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die sich in der Kirche als auch im Kirchengarten befindenen trapetzförmigen Grabplatten mit heidnischer Symbolik, die man nur von mittelalterlichen Kirchen und Kirchengärten in Saaremaa und Läänemaa kennt. Ein besonderes Interesse gilt der von der Westwand zum Turm führenden, als Überbrückung vor der Türöffnung benutzten Grabplatte. Sie ist eine von zwei in Estland erhalten gebliebenen, eine Menschenfiguren darstellenden Grabplatten aus dem 12.-13. Jahrhundert. Die jüngste der in der Kirche vorhandenen Grabplatten ist neben dem Haupteingang an die Wand gelehnt worden, an der der Text "Hier hat sich Johannes aus Gotland zur Ruhe gelegt † Betet für ihn" auf den Autoren der Wandmalereien hinweisen kann.

Das Dach der Muhu Kirche entflammte durch Schüsse eines deutschen Flugzeugs im Jahre 1941. Die jahrelang den Einflüssen des Wetters ausgesetzte Gewölbe haben erst im Jahre 1958 ein neues Dach bekommen. In die leerstehende Kirche kehrte die Gemeinde im Jahre 1989 zurück. Im Jahre 1993 begannen mit Finanzierung des Växjö Bischoffstums der swedischen Kirche die Renovierungsarbeiten, in deren Anschluss die Kirche am 22. Mai 1994 neu eingeweiht wurde. 2005 zählten ~100 Mitglieder zur Gemeinde, in welcher auch eine Diakondienst mit 6 Mitgliedern tätig ist.

Die Kirche ist im Sommer geöffnet Mo-So 10-18

 
 
 

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Jumalateenistused:
Jumalateenistused toimuvad igal pühapäeval algusega kell 10:00
(kui ei ole teatatud teisiti)

 
Services
Services in Muhu church is every sunday at 10:00


Contact:
(EST,ENG;RUS;FIN)

muhu (at) eelk.ee

01.06-31.08 Is curch open from 10:00 to 18:00.